07/01/2026 0 Kommentare
„Ich sag dann mal Tschö“
„Ich sag dann mal Tschö“
# Aktuelles aus der Gemeinde

„Ich sag dann mal Tschö“
Uwe Grund geht in Ruhestand
Wer Uwe Grund in den vergangenen mehr als vier Jahrzehnten miterleben durfte, hat obigen Satz garantiert schon einmal gehört, zumeist verbunden mit einem Winken, oft gepaart mit dem Griff nach dem Tabak. Uwe eben. Der Mann, den jeder Konfi duzen konnte, ohne dass der „Diakon für Jugendarbeit“ dadurch je ein Autoritätsproblem hatte. Im Gegenteil: Uwe ist bis heute bekannt für klare Ansagen und jederzeit bereit für eine ordentliche Diskussion. Kein Problem übrigens, denn Jede und Jeder merkt: Uwe geht es immer um die Menschen, vorzugsweise die Kinder und Jugendlichen, die sich ihm anvertrauen – oder eben auch anvertraut werden von Eltern, die immer wissen durften:
Bei Uwe sind ihre Sprösslinge sicher und gut aufgehoben. Und das, wie oben angedeutet, schon seit gefühlten Ewigkeit: 1986 kündigt ein Gemeindebrief der Johannes-Kirchengemeinde an, dass Herr Grund, einst konfirmiert von Pfarrer Mainka an der JOKI und dann fast überall ehrenamtlich in der Gemeinde unterwegs, nunmehr in der Esche als Honorarkraft beschäftigt sei und eine Jungschar sowie eine Tischtennis- AG anbiete. Einige erfolgreiche Jahre darauf wurde daraus eine „halbe Stelle“ und seit 2000 eine ganze mit Verantwortung für die Jugendarbeit in der Esche und der JOKI.
Schließlich nahm Uwe Grund die Gelegenheit wahr, sich berufsbegleitend zum Diakon ausbilden zu lassen – und damit nicht genug: Er erwarb auch noch die Ordinationsrechte, um mit und für uns Gottesdienste gestalten zu können. Auch hier können wir immer spüren: Obwohl Uwe über unbestritten gute Fähigkeiten als Theaterschauspieler verfügt – wie viele Generationen von Schauspieler*innen mag er in seiner Theatergruppe ausgebildet haben? – wenn Uwe betet, spricht er aus tiefstem Herzen ehrlich und verständlich mit unserem Gott. Und wenn er predigt, erzählt er uns, welche Einsichten ihm der jeweilige Bibeltext für den Lebensalltag bietet. Nicht mehr, aber auch niemals weniger.
Lieber Uwe: Am 11. Januar sagen wir im Gottesdienst in der Esche offiziell „Tschö“ und meinen damit, verbunden mit jeder Menge herzlichstem Dankeschön vor allem „Adieu“, sprich „Sei und bleibe Gott befohlen!“ Und noch was: Schön, dass Du auf dem Berg bleibst – sichtbar, hörbar, streitbar für die gute Sache, rustikal und einfach liebenswert.
Axel Mersmann
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