Lutherkirche

Lutherkirche

Seit 1987 ist die Lutherkirche ein Baudenkmal.

1890 gab es in Remscheid schon über 40.000 Bewohner, das Dorf hatte sich zur Stadt gewandelt.

Mit der gewachsenen Bevölkerung stellte sich für die evangelische Kirchengemeinde die Aufgabe, eine neue Kirche zu errichten. So wurde 1841 auf einem der Gemeinde geschenkten Grundstück an der Lindenstraße, seit 1934 Martin-Luther-Straße, der Grundstein für den Bau einer Kirche gelegt, die den Namen „Lutherkirche“ tragen sollte. Schon drei Jahre nach Baubeginn wurde die Kirche eingeweiht.

Die Lutherkirche wurde als dreischiffige Hallenkirche im neugotischen Stil errichtet: der Chorraum liegt im Westen, der Turm mit dem Haupteingang Osten, dazu zwei kleine Seitenschiffe. Das Grundmauerwerk besteht aus Ziegeln, das Verblendmauerwerk mit den verschiedenen Verzierungen aus verschiedenen Formsteinen, die zum Teil mit unterschiedlichen Glasuren versehen sind.

Im Turm gab es ursprünglich drei Bronzeglocken, von denen zwei im 1. Weltkrieg beschlagnahmt wurden. Nach dem Krieg wurde die verbliebene Glocke verkauft und drei neue Glocken aus Gussstahl eingebaut, diese tun noch heute Dienst.

Während des 2. Weltkrieges gab es Schäden am Mauerwerk, das Dach und alle Fenster wurden zerstört. Diese Schäden hat man 1946 notdürftig beseitigt, so dass wieder Gottesdienste gefeiert werden konnten. Erst 1953 erfolgte eine grundlegende Sanierung, es wurden wieder farbige Fenster eingesetzt und die Orgel umgestaltet.

1970 erfolgte eine völlige Umgestaltung des Innenraums und es wurde eine neue Orgel eingebaut; der Innenraum ist im Wesentlichen bis heute so erhalten.

Mauerwerk und Dach des Kirchengebäudes haben im Laufe der Zeit viele Sanierungen erfahren müssen, da eindringendes Regenwasser immer wieder zu Schäden geführt hat. So war das Dach ursprünglich mit Schiefer gedeckt, die man wegen Undichtigkeit 1966 auf dem Turmdach und 1980 auf dem Dach des Kirchenschiffes durch kupferbeschichtete Bitumen-Schweißbahnen ersetzt hat. Auch diese Eindeckungen mussten aus gleichem Grund ersetzt werden.

Seit der großen Sanierung 2015/16 sind alle Dachflächen mit Kupfer eingedeckt. In gleichem Zuge wurden die schadhaften Fugen und Steine des Turms, die zu einer stärkeren Durchfeuchtung des Mauerwerks geführt hatten, instand gesetzt.